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 Die Ernte
Die Ernte
Früher erfolgte die Getreideernte bereits während der Gelbreife des Getreides von Hand mittels Sichel oder Sense. Das Reff war ein aus Holz hergestellter rechenartiger Anbau an der Sense für die Getreideernte. Es bestand aus einem Holzbügel und Sprossen. Durch die Vorrichtung wurden bei jeder Schnittbewegung die Getreidehalme gesammelt und schwadförmig beiseite gerafft. Eine mit einem Reff ausgerüstete Sense nannte man auch Korbsense. Die abgemähten Getreidehalme band man zu Garben zusammen; jeweils mehrere Garben wurden anschließend gegeneinander auf dem Feld als Hocke zum weiteren Trocknen und Abreifen aufgestellt. Die Mäharbeit wurde in der Regel von Männern erledigt, das Binden der Garben hingegen war Frauenarbeit. Die Garben wurden nachfolgend zur Scheune transportiert und nach weiterer Lagerung entweder von Hand mit dem Dreschflegel oder durch eine Dreschmaschine ausgedroschen.

Mit Entwicklung der Mähmaschine um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Handarbeit beim Mähen des Getreides zunehmend, bis hin zum gleichzeitig mähenden und Garben bindenden Mähbinder, mechanisiert.
Der Mähbinder war vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg bis Ende der 1960er Jahre in Deutschland verbreitet und wurde dann durch den Mähdrescher verdrängt. Der Mähbinder übernimmt - wie der Name sagt - das Mähen des Getreides sowie das Bündeln und Binden der Getreidehalme zu Garben.

Die ersten Maschinen banden nur das vorher in Haufen auf dem Feld abgelegte Getreide. Aufgrund der hohen Körnerverluste konnten sie sich nicht durchsetzen. Als Weiterentwicklung wurden die Garben direkt nachdem sie mit einem Mähbalken abgemäht wurden auf der Maschine gebunden. Die gebundenen Garben legt der Mähbinder auf dem Feld ab.

Die Mähmaschinen oder Mähbinder wurden lange Zeit von Arbeitstieren gezogen, der Antrieb des Mähwerkes erfolgte durch die Räder über den Boden. Wegen der Schwerzügigkeit waren zwei Pferde notwendig, die die nötige Zugkraft aufbrachten. Daher blieb sie für kleinere Bauern mit einem Pferd lange unerschwinglich, sofern er sich nicht mit einem Kollegen zusammentat. Für Bauern mit Arbeitskühen blieb sie ein Wunschtraum.

Der Erntebeginn wird vom Landwirt nach Erfahrungswerten bestimmt. Eine wichtige Größe für den richtigen Zeitpunkt ist der Feuchtegehalt des Getreides. Liegt die Feuchtigkeit unter 15 % Wasseranteil, sind die Erntebedingungen optimal.
(Quelle: FaLS und Auszüge aus Wikipedia)

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  Getreideernte um 1900
Getreideernte 20.7.1900
  Getreideernte um 1900
Bundesarchiv B 145 Bild-F005922-0001, Westerwald, Getreideernte
Die abgemähten Getreidehalme band man zu Garben zusammen; jeweils mehrere Garben wurden anschließend gegeneinander auf dem Feld als Hocke zum weiteren Trocknen und Abreifen aufgestellt.
  Getreideernte um 1950
Bundesarchiv Bild 183-48038-0003, Rückmarsdorf, Getreideernte mit Mähbinder
Getreideernte mit Mähbinder oder Bindemäher

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