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 Die Aussaat
Die Aussaat
Aussaat nennt man den Vorgang des Säens von Saatgut in das Saatbett. Dabei unterscheidet man in der Landwirtschaft Breitsaat, Dippelsaat, Direktsaat, Drillsaat, Einzelkornsaat und Mulchsaat. Breitsaat ist die seit der Antike verwendete Sämethode. Durch die Anzahl der Körner in der Hand pro Wurf, die Wurfbreite und die Schrittlänge des "Sämannes" ergibt sich die Saatgutmenge pro Flächeneinheit. Bei der Drillsaat werden die Körner mittels Drillmaschine in Reihen abgelegt - dieses Verfahren wird vorwiegend bei Getreide angewandt. Bei Kulturarten wie Zuckerrüben und Mais wird ein gleichmäßiger Pflanzenabstand angestrebt - hier kommt Einzelkornsaat zum Einsatz. Die Einzelkornsämaschine legt die Saat auch innerhalb der Reihen zentimetergenau mit gleichem Abstand ab.

Grundsätzlich gilt bei der Saat die Faustregel, dass der dreifache längste Samendurchmesser die richtige Sätiefe sei. Darüber hinaus muss jedoch die jeweils typische Pflanzenphysiologie berücksichtigt werden, insbesondere muss die Keimruhe überwunden sein. Die Keimung des Saatgutes setzt Feuchtigkeit und eine nach Pflanzenart unterschiedliche minimale Bodentemperatur voraus - dazu kommen Anforderungen an die Lichtverhältnisse. Beispielsweise ist Weizen ein "Dunkelkeimer", das Saatgut muss also gut mit Erde bedeckt werden, dagegen ist Roggen ein Lichtkeimer. Schon im 19. Jahrhundert galt der Bauern-Spruch: "Roggensaat will den Himmel sehen".
 
Die optimale Säzeit wird zunächst durch die Pflanzenart bestimmt und ist trotzdem regional sehr verschieden. Pflanzen reagieren auf die Sonnenscheindauer und Temperatur sehr unterschiedlich. Im Sommer ist die Tageslänge (Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang) in Schleswig-Holstein um eine Stunde länger als in Baden-Württemberg und die durchschnittliche Temperatur um 5-10 Grad Celsius niedriger - auch die Regenmenge ist regional sehr unterschiedlich. Alle diese Faktoren haben einen direkten Einfluss auf die Wahl von Fruchtfolge, Sortenwahl und Pflanzenbau.
 
Das Ausbringen von Saatgut mit Hilfe spezieller Agrartechnik wie Drillmaschinen und Einzelkorngeräten verbreitete sich ab 1930. In der praktischen Landwirtschaft des 21. Jahrhunderts ist die Saatkombination vorherrschend, mehrere Arbeitsgänge - Saatbettbereitung, Saatablage, Eggen, Walzen - werden gleichzeitig maschinell erledigt.

Die Erfindung der Sämaschine fand nur zögernd Eingang in der Praxis. Bereits im 17. Jahrhundert wurde an verschiedenen Orten an der Entwicklung von Säapparaten gearbeitet.

Herbst
Im September-Oktober werden die Wintergetreidearten gesät; diese benötigen als kleine überwinternde Pflanzen die Frosteinwirkung auf dem Acker zwecks Vernalisation - die Voraussetzung des Schossens des Getreides im folgenden Frühjahr.

Frühling
Der Monat März ist der Säzeitpunkt für die Sommergetreidearten, im April folgen Rüben, Mais und die Freilandaussaat vieler Gemüsearten oder Kräuter wie Erbsen, Rettich, Radieschen, Bohnen und viele mehr.
(Quelle: FaLS und Auszüge aus Wikipedia)

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  Der Sämann
Vincent Willem van Gogh 024
Gemälde Der Sämann von Vincent van Gogh
  Schlepper mit Anbau-Drillmaschine
Sowing machine Nordsten
  Weizenfeld
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